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pietschi



Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 14.06.2017 19:41    Titel:  

Hallo zusammen


Heute zum letzten Mal das Thema Blaue Karten. Uns interessiern vor allem die Unterschiede auf der Rückseite.

Als Beispiele, die Hinweise auf spezielle Ausstellungen.


Blaue Karten mit rückseitigem, speziellem Zudruck, Karte Nr. 5 Internaba Basel 7.6.1974 , Karte Nr.14 Madrid 4.4.1975, Karte Nr. 20 Paris 6.6.1975, Karte Nr. 49 26.5.1977 Amsterdam.
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Wie Blaue Karten mit dem üblichen Text an einer Ausstellung, aber mit 2 unterschiedlichen Schriftarten.
Beispiele:

BK Nr. 46 Nancy 26.3.77 Typ 1 NEW YORK/ GENÈVE/GENEVA/GENF
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BK Nr. 46 Nancy 26.3.77 Typ 2 New York/Genève/Geneva/Genf
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pietschi
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pietschi



Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 22.06.2017 10:53    Titel:  

Hallo zusammen


Wie das letzte Mal angekündigt verlassen wir nun die Blauen Karten. Bei den Ausstellungs-Stempeln oder Ausstellungs-Souvenirs möchte ich euch aber noch einige gefällige Beispiele zeigen.

Beginnen wir einmal mit einer Auswahl Ansichtskarten mit bildgleichen Ausstellungsstempeln europäischer Ausstellungsorte.



26.-27.3.1977 Nancy Frankreich, Stadttor, Porte de la Graffe 1436.
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10.-11.9.1977 München Deutschland, Skyline mit St.Peter, Dom, Rathaus, Hl.Geist.
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22.-31.10.1977 Paris Frankreich, Le Centre Georges Pompidou, Nationales Zentrum für Kunst und Kultur.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 28.06.2017 12:42    Titel:  

Hallo zusammen


Weitere Beispiele von Ansichtskarten mit bildgleichen Ausstellungsstempeln europäischer Ausstellungsorte.



22.-23.10.1977 Périgueux Frankreich, L’Eglise St.Etienne de la Cité.
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15.-16.9.1978 Hamburg Deutschland, Die grossen Rahsegler bei der Windjammerparade.
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19.-24.9.1978 Trondheim Norwegen, Gamle Bybro, die alte Stadt-Brücke.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 05.07.2017 07:27    Titel:  

Hallo zusammen


Weil sie so ansprechend sind, nochmals weitere Beispiele von Ansichtskarten mit bildgleichen Ausstellungsstempeln europäischer Ausstellungsorte.



10.-14.5.1978 Osnabrück Deutschland, Mariekirche und Häuser am Markt.
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19.-21.2.1979 Helsinki Finnland , Finnjet. Das grösste und schnellste Passagierfährschiff der Welt, Fährdienst Travemünde-Helsinki.
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27.-28.1979 Passau Deutschland. Der Dom von Passau.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 12.07.2017 19:44    Titel:  

Hallo zusammen


Einige Beispiele von Ansichtskarten mit bildgleichen Ausstellungsstempeln aus der Schweiz.


7.-11.4.1977 Bern , Zeitglockenturm.
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17.-19.6.1977 Lugano, den San Salvatore von Lugano aus.
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2.-4.10.1981 Biel-Bienne, Ring in der Altstadt.
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17.-19.5.1985 Solothurn, St.Ursen Kathedrale, Bischofsitz Bistum Basel.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
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BeitragVerfasst am: 18.07.2017 16:22    Titel:  

Hallo zusammen


Einige Beispiele von Werbeflaggen mit identischem Markenbild. (Bild-oder Textgleichheit)



Briefausschnitt vom Werbeflaggen-Ersttag 3.12.1973, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 4.2.126.
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Briefausschnitt vom Werbeflaggen-Ersttag 7.9.1977, Friedenserhaltende Operationen der Vereinten Nationen 2.2.107.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 23.07.2017 16:03    Titel:  

Hallo zusammen


Als Ergänzung noch 2 Beispiele, Werbeflaggen mit ähnlichem Markenbild, des UNPO 1211 Genève 10. (Bild-oder Textgleichheit)



Briefausschnitt vom Werbeflaggen Ersttag 6.3.1978, Jahrzehnt der Abrüstung 4.3.27.
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Briefausschnitt vom Werbeflaggen Ersttag 9.7.1979, Halt dem Rauschgiftmissbrauch 2.2.113.
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Anmeldungsdatum: 12.11.2015
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BeitragVerfasst am: 28.07.2017 11:26    Titel:  

Hallo zusammen


Für Heute einmal, ein nicht nur philatelistisches Thema. Parallelen zur heutigen Zeit und Problemen sind offensichtlich. Deshalb ist die UNO-Philatelie ja auch so interessant. Vor fast genau 38 Jahren im Juli 1979.


Boat- People, Indochina- Konferenz 1979.

Der Vietnamkrieg endete am 30. April 1975 mit dem Sieg des kommunistischen Nordvietnams und der Wiedervereinigung Vietnams unter kommunistischer Herrschaft. Menschen, die zuvor die Regierung der Republik Vietnam unterstützt hatten, wurden in Umerziehungslager oder sogenannte „Neue Ökonomische Zonen“ geschickt. Schätzungsweise 2,5 Millionen Personen wurden meist ohne jeden Grund oder für das Arbeiten in amerikanischen Unternehmen eingesperrt, aber schnell wieder freigelassen, etwa 165.000 starben in den Umerziehungslagern, tausende wurden illegal von ihren Wärtern zu Tode gefoltert oder vergewaltigt, etwa 200.000 Südvietnamesen (meist hochrangige Militärs) wurden hingerichtet. Dazu kommen etwa 50.000, die durch Sklavenarbeit in den „Neuen Ökonomischen Zonen“ ermordet wurden. An Land war Vietnam jedoch ausschließlich von Staaten umgeben, die sich kaum als Zuflucht eigneten (Kambodscha, Laos, Volksrepublik China). Aus diesem Grund versuchten über 1,6 Millionen Vietnamesen, per Boot über das Südchinesische Meer (vietnamesisch: „Ostmeer“) ins Ausland zu gelangen. Man nannte diese Menschen Boat People. Im ursprünglichen Sprachraum spricht man genauer von indochinese boat people (indochinesische Bootsflüchtlinge), da der Kriegsschauplatz auch Kambodscha betraf.
Die meisten Boote trugen zwischen 150 und 600 Personen; sie waren immer überladen und baufällig. Oft kenterten die Boote in den unberechenbaren Monsun-Winden oder sie wurden von Piraten angegriffen. Viele dieser Piraten hielten sich auf dem Meer vor Thailand auf, um die Boatpeople zu überfallen. Wegen dieser Risiken wählten die Flüchtlinge zunehmend den längeren Seeweg nach Malaysia, obwohl die Gefahren größer waren. Häufig litten die Flüchtlinge unter Nahrungsmangel, Wasserknappheit und Krankheiten, oder die Sonne verbrannte ihnen den Rücken. Oft erreichten diese Boote die Küste nicht; fast 250.000 Boatpeople fanden im Südchinesischen Meer den Tod. Immer wieder wurden Familien auseinandergerissen und diese fanden sich, wenn überhaupt, erst Jahre später in einer neuen Heimat wieder. Wer diese Strapazen überlebte und an eine Küste Südostasiens gespült wurde, hatte mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen. Die meisten Boatpeople landeten in geschlossenen Lagern, wo sie um Asyl in anderen Ländern ersuchen konnten. Oftmals wurden sie ohne viel Aufsehen mit neuen Vorräten und Wasser wieder auf See geschickt, da die umliegenden Auffanglager hoffnungslos überfüllt waren. Quelle Wikipedia.

Am 20. Und 21. Juli 1979 versammelten sich Vertreter aus 65 Ländern auf Anregung von UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim in Genf. Unter seinem Vorsitz wurden die sich täglich zuspitzenden Flüchtlingsprobleme im Süd-Ost-Asiatischen Raum diskutiert. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Punkte:
-Asylgewährung, -Rettung auf dem Meer, -Zusicherung versprochener Mittel, -Sicherheit für die Flüchtlinge, -Flüchtlingslager und Wiedereingliederung.


Poul Hartling , Flüchtlings-Hochkommissar der UNHCR im Gespräch mit der Delegation aus der Volksrepublik China. Aus UNO-Chronique vom Oktober 1979
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An der Konferenz nahmen nicht nur die mit dem Flüchtlingsdrama direkt konfrontierten Staaten teil, sondern auch alle andern Länder, die bereit waren, Flüchtlingen Asyl zu gewähren oder mit Spenden halfen, Flüchtlingslager in den umliegenden Staaten zu finanzieren. Weiter waren auch alle internationalen humanitären Hilfsorganisationen vertreten. Die Sozialistische Volksrepublik Vietnam hat sich verpflichtet, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die illegale Auswanderung aus Vietnam innerhalb einer vernünftigen Zeit zu stoppen.

Bei solchen nicht alltäglichen Konferenzen versammelt sich, neben all den üblichen bei der UNO akkreditierten Journalisten, auch die ganze Weltpresse. Diese Tatsache erforderte damals zusätzliche Telefon- und Telex Verbindungen, die ganz in der Nähe der Konferenz-Säle zur Verfügung stehen mussten. Diese Leistungen wurden jeweils von der Schweiz. PTT innerhalb eines Sonderpostamtes angeboten. Die entsprechenden Anweisungen für ihre Tätigkeit, erhielten das Schweiz. UNO-Postamt 1211 Genf 10 und die UNO-Postverwaltung erst am 18. Juli gegen 14.00 Uhr. Ursprünglich waren die beiden Poststellen nur für den Freitag 20. Und Samstag 21.7.1979 geplant. Es wurde dann aber kurzfristig entschieden, dass die beiden Poststellen bereits am 19.7. für die anwesende Presse geöffnet werden sollte. Das Schweiz. UNO-Postamt (1211 Genève 10) benützte den Reservestempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben „e“. Damit sollte alle Post, die am Schalter aufgegebene und die in den Briefkasten der neben dem Schalter aufgestellt wurde, eingeworfenen Briefe, abgestempelt werden. Die UNO-Postverwaltung setzte den Stempel des Museums mit dem Unterscheidungsbuchstaben „b“ ein. Am 19. Juli, dem Pressetag, soll nur sehr wenige Post abgefertigt worden sein, denn es gab keine offizielle Bekanntgabe über die Existenz dieser beiden Poststellen im Voraus. Im Übrigen waren die Konferenzräume streng bewacht und für Besucher oder nicht akkreditierte, nicht zugänglich. Die Postverwaltung öffnete ihre Sonderpoststelle am 19.7. um 10.00 Uhr, das PTT-Sonderpostamt um 11.00 Uhr. Am 20. Juli 1979 wurde die Konferenz um 10.00 Uhr eröffnet und zur gleichen Zeit öffneten auch die beiden Sonderpoststellen ihre Schalter.



UNPO-Sonderpostamt-Brief mit Reserve-Handstempel „e“ vom 20.7.1979
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UNPA-Brief mit Museum-Handstempel „b“ vom 20.7.1979
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BeitragVerfasst am: 29.07.2017 06:56    Titel:  

Hallo zusammen


Boat-People Konferenz Teil II


Am Samstag dem zweiten und zugleich letzten Konferenztag blieben beide Poststellen, ausnahmsweise bis um 18.00 Uhr geöffnet. Eine seltene Ausnahme und auch das 1.Mal, dass an einem Samstag die Postschalter im Palais geöffnet waren.


UNPO-Brief mit Reserve-Handstempel „e“ vom 21.7.1979 -18

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UNPA-Brief mit Museum-Handstempel „b“ vom 21.7.1979-17
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BeitragVerfasst am: 13.08.2017 00:26    Titel:  

Hallo zusammen


Die ersten drei 32 mm Sonderstempel Nr. 1, 2 und 3


Illustrierter 32mm Sonderstempel Nr. 1 anlässlich der Internaba. Ersttag 7.6.1974 bis Letzttag 16.6.1974
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Illustrierter 32mm Sonderstempel Nr. 2 anlässlich des 30Jahr Jubiläums der UNO 24.10.1975. Nur am 24.10.1975 im Einsatz.
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Illustrierter 32mm Sonderstempel Nr. 3 anlässlich des 10Jahr Jubiläums der Marken der UNO-Genf in SFr. Nur am 4.10.1979 im Einsatz.
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BeitragVerfasst am: 19.08.2017 10:23    Titel:  

Hallo zusammen


Einige Beispiele von Maxi- und Bild-Karten.


14.3.1975 Sondermarke Friedliche Nutzung des Weltraums, mit illustriertem 32mm FD-Stempel auf der Ansichtskarte mit dem Denkmal „Mensch im Weltall“ im Park des Palais des Nations, ein Geschenk der Sowjetunion an die UNO Genf.
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12.6.1978 Sondermarke zur Luftsicherheit, mit illustriertem 32mm FD-Stempel auf einer Ansichtskarte einer B747 der Swissair
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4.5.1979 Sondermarke Jahr des Kindes, mit illustriertem 32mm FD-Stempel auf einer offiziellen Karte des UNO-Kinderhilfswerkes zum (IYC) Internationalen Jahr des Kindes.
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BeitragVerfasst am: 26.08.2017 13:14    Titel:  

Hallo zusammen


Nochmals 3 Karten, Beispiele von Maxi- oder Bildkarten.


4.10.1979 Frankomarke mit UNO Flagge, mit illustriertem 32 mm Sonderstempel „10 Jahre Marken der UNO-Genf in SFr.“ auf einer offiziellen Ansichtskarte Palais des Nations, Haupt-Front, UNO-Banner und W. Wilson Denkmal.
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22.1.1982 Symbole der UNO, mit illustriertem 32mm FD-Stempel auf einer Ansichtskarte Palais des Nations, La Cour d’Honneur. (Der Ehrenhof mit W. Wilson Denkmal)

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30.1.1987 Frankomarke mit Sternbildglobus im Park des Palais des Nations, mit 32 mm illustriertem FD-Stempel auf einer Ansichtskarte des Palais des Nations und Sternbildglobus-Denkmal.
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BeitragVerfasst am: 03.09.2017 16:55    Titel:  

Hallo zusammen


Also heute keine "Bildli".
Wieder einmal etwas aus der der neueren Geschichte der UNO-Genf.

PLO-Konferenz 1983

Gegen alle Bedenken der Behörden veranstaltet die UNO in Genf eine Großkonferenz über Palästina, die in Paris und Wien nicht erwünscht war.

Die Besitzer der Luxushotels am Genfer Quai du Mont-Blanc bangen ums Geschäft. Guy Fontanet, Polizeidirektor des Kantons Genf, fürchtet um die öffentliche Sicherheit. Mehrere eidgenössische Politiker, die sich für den Beitritt der Schweiz zur UNO einsetzen, haben Angst vor dem ungesunden Volksempfinden.

Das "UNO-Komitee für die unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes", das in Genf im August eine Konferenz abhalten will, hat die Schweizer das Fürchten gelehrt.
Rund 1200 Delegierte, vor allem aus der Dritten Welt und aus sozialistischen Staaten, wollen im Palais des Nations über die Lage der Palästinenser und die Besatzungspolitik Israels debattieren - gegen den Willen der Schweizer Behörden.
Schon im Mai hatte der Schweizer Außenminister Pierre Aubert in einem Brief an UNO-Generalsekretär Perez de Cuellar seine Bedenken gegen das Treffen vorgetragen. Mitte Juni wiederholte Botschafterin Francesca Pometta, Leiterin der Schweizer Beobachter-Delegation am UNO-Hauptsitz, vor dem Vorbereitungskomitee die Einwände: Die Sicherheit der Konferenzteilnehmer könne nicht gewährleistet werden; zudem seien am vorgesehenen Termin die Genfer Hotels längst ausgebucht.
Doch alle Warnungen halfen nichts. Nachdem die Palästina-Freunde, aus Wien und Paris bereits Absagen erhalten hatten, bestanden sie auf Termin und Tagungsort Genf, um die UNO funktionstüchtig zu erhalten, wie Kenner der Weltorganisation meinen.
Würden nämlich die Einwände der Eidgenossen berücksichtigt, könnten politisch unliebsame Konferenzen plötzlich auch in New York abgesagt werden.
Der Genfer UNO-Vertrag von 1946 lässt solche Absagen nicht zu: Pro Jahr führen die rund 16 000 Funktionäre der UNO und weiterer knapp 180 internationaler Organisationen, tausende von Treffen mit über 80 000 Teilnehmern durch, bisher immer ohne Einwände der Behörden.
Das bringt den knapp 160 000 Genfern - je ein Drittel Einheimische, übrige Schweizer und Ausländer -, trotz der Steuerfreiheit der UNO-Beamten, viel Geld ein - aber auch zunehmend Ärger.
Seit dem Frühjahr sind die Folgen der Weltläufigkeit auch politisch nicht mehr zu übersehen: Bei den Wahlen zum Stadtparlament konnte die rechtskonservative Gruppe "Les Vigilants" (Die Wachsamen) mit zum Teil eindeutig rassistischen Parolen auf Kosten der bisher traditionell starken Sozialdemokraten und Kommunisten ihre Mandatszahl nahezu verdoppeln: Sie stieg zur drittstärksten Fraktion auf.
Ein Wahlplakat der "Vigilants" zeigte einen großen schwarzen Fuß in einem Turnschuh zwischen Tür und Schwelle und einen kleinen Schweizer, der verzweifelt versucht, die Tür zuzuhalten.
Das Rechtsradikalenblatt "Riposte" (Gegenstoß), vor den Frühjahrswahlen an alle Haushaltungen verteilt, warnte nicht nur wie früher vor den "Söldlingen Moskaus", sondern nun auch vor der "schwarzen Flut falscher Flüchtlinge".
Denn der Ruf Genfs als Weltzentrum des Wohllebens und internationaler Verhandlungsplatz ist wegen seiner dauernden Medienpräsenz schon in die entferntesten Teile der Erde gedrungen.
Emigranten aus der Dritten Welt wenden sich immer häufiger zuerst nach Genf, wo der UNO-Hochkommissar für die Flüchtlinge (UNHCR) seinen Amtssitz hat. Sie vertrauen auf die von den UNO-Bürokraten tonnenweise produzierten Solidaritätserklärungen - und erleben meistens bittere Enttäuschung.
Polizeichef Jacques Künzi weiss, was er für die Bewachung dieser unerwünschten Besucher brauchen würde: "Hunderte von Polizisten" und "mindestens ein Bataillon Soldaten". Wo und wie er die Ordnungstruppen auftreibt, weiß er nicht.
UNO-Genf fühlt sich durch die Zahl der angekündigten Palästina-Freunde und die kurze Vorbereitungszeit überfordert: Die eigenen Polizisten, empörte sich der in der Kantonsregierung für die Polizei zuständige Guy Fontanet, machen im August Urlaub oder müssen ihre unzähligen, in internationalen Diensten geleisteten Überstunden abfeiern.
Deshalb forderte er die Berner Regierung auf, energisch für eine Verschiebung einzutreten. Er brauche Zeit, mit anderen Kantonen über Leih-Polizisten und mit der Armee über den Einsatz von Truppen zu verhandeln.
Die Soldaten sollen, wie schon in früheren Fällen, Gebäude und Grenzübergänge, Flughafen und Straßenverkehr überwachen, damit die Polizisten - zusätzlich oder anstelle der privaten Bodyguards der Teilnehmer - für Sicherheit sorgen können.
Fontanets Argumente leuchteten mittlerweile sogar den Organisatoren ein: Sie willigten ein, die Konferenz auf zehn Tage zu verkürzen, und verlegten den Beginn auf den 29. August.
Sehdi Labib Tersi, ständiger Vertreter der PLO am UNO-Hauptsitz New York, wertete die Besorgnis der Schweizer dabei als Zeichen, dass Bern einen Ablauf ohne Zwischenfälle garantieren wolle.
In der Tat würde ein gewalttätiges Ereignis bei dem Treffen nicht bloß dem guten Ruf Genfs schaden, es hätte auch verheerende innenpolitische Folgen.
Denn es "liegt auf der Hand", so die "Neue Zürcher Zeitung" über den wichtigsten Grund für die Schweizer Bedenken, "dass die von westlichen und lateinamerikanischen Staaten wenig geschätzte Palästina-Konferenz hierzulande all jenen ungelegen kommt, die sich um den Beitritt der Schweiz zur UNO bemühen".

Im nächsten Jahr sollen die Eidgenossen nämlich über diesen Beitritt abstimmen. Seit zehn Jahren regelmäßig durchgeführte Umfragen brachten noch nie eine absolute Mehrheit für eine UN-Mitgliedschaft der neutralen Schweiz.

In der Zwischenzeit ist auch dies Geschichte und die Schweiz ist seit dem 10.9.2002 als 190. Staat, Vollmitglied der Vereinten Nationen.
Quelle: Der Spiegel 28/1983


Konferenzbelege

R-Brief vom Schalter des UNPO-Sonderpostamtes mit dem Reservestempel "e" am Eröffnungstag der PLO-Konferenz.
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Brief (Drucksache) aus dem Briefkasten des UNOP-Sonderpostamtes mit dem Reservestempel "f" am Eröffnungstag der PLO-Konferenz.
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Das nächste Mal wieder etwas leichtere Kost.

Diese gewürzten Hintergründe, sind ja aber das Salz in der Suppe, der angeblich so banalen, unnötigen, Mache - UNO-Philatelie, wie ich erst kürzlich von einem Juror erfahren durfte.


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BeitragVerfasst am: 16.09.2017 00:20    Titel:  

Hallo zusammen


Bei den PP-Stempeln habe ich noch etwas zu ergänzen.

PP-Maschinenstempel mit «Stern».
Die ab 1. März 1984 in der Schweiz gültigen Posttarife beinhalten die Versendungsart «nicht eilende Drucksache» die mit einem Stern versehen werden müssen.


Ausschnitt aus einem Brief mit ET Maschinenstempel UNPO mit Stern

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Briefausschnitt mit Gummistempel zur Kenntlichmachung von Massensendungen nach neuem Posttarif «nicht eilende Drucksache» später auch gleich auf die Umschläge aufgedruckt.
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Die ab dem 1. Februar 1991 in der Schweiz gültigen Posttarife beinhalten die Versendungsart «A» und «B» Post. Die schnellere und teurere Art muss mit einem «A» gekennzeichnet sein. So auch die Barfrankierungen.


Ausschnitt aus einem Brief mit ET Maschinenstempel UNPO Barfrankierung mit A vom 1.2.1991
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017 17:17    Titel:  

Hallo zusammen

Ausstellungsstempel auf Globus-Umschlägen.


Seit dem 1.November 1974 verkaufte die UNPA-Genf einen sogenannten Globus-Umschlag blanko zur Verwendung für FD von Marken, Slogans und anderes. Entworfen wurde dieser Umschlag für das N.Y.-Hauptquartier zur Erstausgabe der Freimarkenserie vom 10.6.1974 in US-$.
Erstmals konnte dieser Umschlag blanco, an der Ausstellung in Essen vom 29.10.-3.11.1974, erworben werden. In der Folge verkaufte auch die UNPA diesen Umschlag am Tag der UNO an diversen Ausstellungen als zusätzliches Souvenir. Zum Beispiel an der Wien 75. An der Hafnia 76 in Kopenhagen, Italia 76 in Milano und Amphilex 77 in Amsterdam noch mit speziellem Aufdruck.


Globus-Umschlag von der Wiener Ausstellung 1975 mit dem Handstempel 1.12.75 "b".
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Globus-Umschlag von Milano vom 20.10.1976 Tag der UNO mit Zudruck.
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Globus-Umschlag von der Amphilex 1.6.1977 Tag der UNO mit Zudruck.
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