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Weihnachtsmarken 2000-2004

 
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Beat



Anmeldungsdatum: 10.06.2015
Beiträge: 11
Wohnort: Kanton Bern

BeitragVerfasst am: 29.12.2016 12:31    Titel: Weihnachtsmarken 2000-2004  

Liebe Freunde/Freundinnen

Mir ist aufgefallen, dass ich bei den Weihnachtsmarken der Jahre 2000 bis 2004 (1014, 1039, 1072, 1105, 1106, 1146) oft einen verschobenen Unterdruck finde. Offenbar wurden diese Marken in zwei separaten Schritten gedruckt, einem blaugrünen Unterdruck (Rahmen) und einem eigentlichen Bild. Bei den Ausgaben 1039, 1105 und 1146 werden diese Druckabarten "Gold auf den Zweigen" oder "Schnee auf den Zweigen" genannt. Im Briefmarkenkatalog werden solche Marken bis zu 100x teurer aufgelistet, was eigentlich bedeuten müsste, dass sie sehr selten sind. Deshalb meine Frage an die Experten:
1) Ab welchem Ausmass der Verschiebung werden diese Marken als Abart bezeichnet. Sind sie wirklich so selten?
2) Gelten alle Verschiebungen (horizontal und vertikal) als die gleiche Abart (gleich selten)? Bei 1039 führt eine vertikale Verschiebung zum Goldstaub, bei 1146 eine horizontale Verschiebung zum Schnee auf den Zweigen.
Bei meinem Beispiel der Marke 1039 (linke Marke) führt eine horizontale Verschiebung zu etwas Schnee auf den Zweigspitzen.
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bumbi



Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 3703
Wohnort: Bärn

BeitragVerfasst am: 29.12.2016 21:37    Titel:  

Hallo Beat,
Da scheinen sich die Geister, wie bei vielen anderen Dingen auch.
Mal von Anfang an:
A.
Jede Druckfarbe wird in einer separaten Phase und physischen "Farbstation" aufgetragen.
Beispiel: Vierfarbendruck
Hier läuft das Papier (nacheinander) an 4 Druckwalzen vorbei, wobei jede Walze eine einzelne Farbe in einem bestimmten Muster und Farbmenge aufträgt. Wenn sich die Papierbahn zwischen den einzelnen Phasen verschiebt (z.B. seitlich mechanisch, oder seine Länge durch Einfluss von Feuchtigkeit ändert) , so sind die einzelnen Bilder (Farben) nicht mehr deckungsgleich.
Daher kommen die Farbverschiebungen auf der Marke. Auch ein Unterdruck ist nur eine "normale" Farbe. Sie heisst aber so, weil sie (Zeitlich bzw. Schicht-technisch) vor den anderen Farben aufgetragen wurde.
B.
Wer entscheidet, wieviel eine Farbe verschoben sein muss, bis es die im Katalog erwähnte Abart ist?
Grundsätzlich der Herausgeben des Katalogs. Früher, bei Zumstein Spezial waren die Abweichungen im mm angegeben, z.B. min. 0.5 mm.
Heute sind Katalogmenschen eher knickrig bei Angaben, auf die man sie festnageln könnte. Das bietet Luft für Interpretationen, und daher wird es schwierig für uns.
Ich kenne mich bei den Abarten inzwischen ein wenig aus. Früher habe ich mit dem Mikroskop noch jedes einzelne Detail angeschaut. Bis ich selber mal ein paar Beispiele von "Richtigen" also starken Verschiebungen (Abarten) gefunden habe. Danach wusste ich auch besser, wonach ich denn überhaupt suchen soll. Heute reicht meistens schon das Auge oder eine Lupe, denn mikroskopische Abweichungen finde ich fast auf der Marke, und das sind keine richtigen Abarten.

In Deinem Beispiel sage ich mal: Wenn die grüne Farbe soweit verschoben ist, dass die Nadeln der Zweige mindestens zur Hälfte ihrer Dicke (Breite) - und damit ist das mit blossem Auge DEUTLICH erkennbar - verschoben sind, dann sehe ich das als Abart an und wir kommen in den Bereich der im Katalog erwähnten Preise für verschneite Zweige.

Ob die wirklich so selten sind?
Viele schöne Beispiele davon habe ich noch nicht gesehen...
Das kann durchaus sein, denn sobald in einer - ich lehne mich jetzt mal weit raus und sage "seriösen" - Druckerei die Positionen der Farben nicht mehr stimmen, korrigieren sie den Fehler. Entweder durch manuelle Einstellungen, oder vielleicht sind die heutigen Maschinen schon soweit, dass sie innerhalb bestimmter Grenzen das automatisch selber korrigieren. Die Drucktechnik entwickelt sich ja ständig weiter.
Früher hatten die Druckereinen noch genügend Einnahmen, um effiziente Qualitätskontrollen durchzuführen, und damit die meisten fehlerhaften Drucke herausfischen zu können, bevor so etwas die Druckerei verliess oder gar auf den Markt kam.
Heute herrscht überall Preiskampf, und da rutscht eben einiges durch die "weicheren" Kontrollen. Auch die Zeit der Mitarbeiter für Kontrollen kostet eben Geld !
Einerseits sind wir Sammler ja froh, wenn wir wieder mal eine schöne Abart finden, allerdings sind einige davon schon recht häufig und damit leider auch nicht mehr wertvoll. Es osteben immer die berühmte Gratwanderung.

Bist Du soweit mit der Antwort zufrieden?
LG Bumbi
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Beat



Anmeldungsdatum: 10.06.2015
Beiträge: 11
Wohnort: Kanton Bern

BeitragVerfasst am: 30.12.2016 15:54    Titel:  

Herzlichen Dank für deine rasche Antwort, Bumbi. In meinem Fall ist die Verschiebung (roter Pfeil auf Marke) maximal 0.2 mm breit, was lediglich zu einem weissen Rand rechts und zu einem schwarzen Rand links führt. Gemäss deinen Ausführungen handelt es sich dabei also um eine ganz normale Marke, was auch erklärt, dass solche Marken oft gefunden werden. Eventuell kann mir jemand in diesem Forum eine richtige Abart dieser Marke 1039 mit einer Verschiebung von 1-2 mm zeigen. Besten Dank!
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Martin



Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 1246
Wohnort: $chw€!z

BeitragVerfasst am: 30.12.2016 20:10    Titel: Aus meinem Fundus:  

Hallo zäme

Bit Beat's Frage hatte ich mich auch schon auseinandergesetzt:

Oft lassen sich diese kleinen Verschiebungen finden mit etwas Gold/Schnee auf den Tannenästen:

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Davon habe ich 6 Stück - noch eine Detailaufnahme:

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Oder die schon angesprochene seitliche Verschiebung - gut erkennbar an den hellen Seitenlinien im Markenbildrand:

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Aber das wohl schönste Exemplar, welches ich besitze, habe ich hier im Viererblock auf einem FDC - das kommt meiner Vorstellung dieser Abart bei Weitem am Nächsten:

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Im Detail - gleicher Ausschnitt wie die kleine Verschiebung:

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Auffallend ist auch, dass das ganze Markenbild unscharf daherkommt...

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Weiterhin viel Erfolg beim Aufspüren von aussergewöhnlichen Marken.

Gruess Martin
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bumbi



Anmeldungsdatum: 01.07.2009
Beiträge: 3703
Wohnort: Bärn

BeitragVerfasst am: 31.12.2016 00:46    Titel:  

Hallo zusammen,
Hab meine Marken husch durchgesehen und die Folgende ist von der Breite der Verschiebung her sicherlich die im Katalog als hochpreisig angegebene Abart:

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Es ist wohl kaum ein halber Millimeter, aber von blossem Auge her trotzdem gut sichtbar.
Es ist schon so, wie ich geschrieben habe: Auch kleine Verschiebungen sind von Auge gut sichtbar.
Sollten die Verschiebungen von Auge nicht gut sichtbar sein, dann entsprechen sie eigentlich nie den in den Katalogen beschriebenen, grösseren Verschiebungen und damit teuren Abarten.

Noch eine persönliche Anmerkung: Für mich ist es meist nicht sehr relevant, in welche Richtung die Verschiebung auftritt, solange sie deutlich sichtbar ist. Ausnahmen davon müssten deutlich im Katalog beschrieben sein, sonst wäre die Beschreibung völlig wertlos.
Die Kataloghersteller müssen sich ihrer sorgfältigen Beschreibungspflicht bewusst sein, zumal viele Abarten bereits seit Jahrzehnten bekannt sind. Wie soll der Sammler auch sonst wissen, was er vor sich hat bzw. wie er das einordnen soll.
LG Bumbi
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Afredolino



Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 1925
Wohnort: 8762 Schwanden/GL

BeitragVerfasst am: 31.12.2016 12:14    Titel:  

Diese Verschiebungen kommen auch auf anderen Weihnachtsmarken relativ häufig vor, so z.B. hier auf der SBK-Nr. 1105:

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oder auf der SBK-Nr. 1142:

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Hat man von diesen Marken die Blockausgabe 1146 mit diesem verschobenen Unterdruck, wird der mit Fr. 450.- im SBK hoch bewertet.

Gruss
Afredolino
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